Metallabscheidende Verfahren

Kupfer- und Kupferlegierungsverfahren

Europa 401 (cyanidisch)

Das Hochleistungskupferbad Europa 401 ist ein speziell für die Verkupferung von Zink­druckguss entwickeltes Hochleistungskupferbad, das aber auch mit ausgezeichneten Ergebnis­sen für die Verkupferung von Eisen und Stahl eingesetzt werden kann.

Der auf Kaliumbasis (oder alternativ Natriumbasis) aufgebaute Elektrolyt erzeugt hoch­glän­zende und porenfreie Kupferüber­züge. In Verbindung mit einer hervorragenden Tiefenstreu­ung und Metallverteilung wird ein gleichmäßig dichter und somit korrosions­schützender Nie­derschlag gebildet.

Maroon 208

Das Glanzkupferbad Maroon 208 ist ein schwefelsaurer Elektrolyt zur Abscheidung hoch­ein­ebnender, glänzender Kupferschichten in einem extrem weiten Stromdichtebereich. Schon bei relativ kurzen Expositionszeiten werden spiegelglänzende Niederschläge bei hoher Einebnung und hervorragender Glanztiefenstreuung erreicht.

Oberflächenfehler im Grundmaterial lassen sich durch die Einebnungsfähigkeit des Elektro­lyten weitgehend ausgleichen. Aufgrund der mechanischen Eigenschaften der Schichten, ins­besondere der Duktilität, ist das Verfahren auch für die Kunststoffgalvanisierung geeignet.

Messingelektrolyt Victor (cyanidisch)

Das Glanzmessingverfahren Victor ist zur Oberflächenveredlung von Stahl, Eisen, Kupfer, Zink und anderen Metallen und Metall-Legierungen geeignet.

Es werden glatte und glänzende Überzüge erzielt. Die Glanzwirkung des Überzuges ist ab­hängig von der Beschaffenheit der Oberfläche des Grundmaterials. Im Gegensatz zu marktbe­gleitenden Elektrolyttypen wird dieses Verfahren mit einem echten Glanzbildnersystem und ohne Ammoniumverbindungen betrieben.

Zinn- und Zinnlegierungen

Dekatinn 19

Das schwefelsaure Glanzzinnbad Dekatinn 19 liefert in einem weiten Stromdichtebereich hoch­glänzende Zinnschichten mit einer ausgezeichneten Deckfähigkeit und Metallverteilung. Diese hochglänzenden Zinnschichten sind griff- und korrosionsfest sowie hervorragend für die Lötkonservierung geeignet.

Anwendungsgebiete sind die Verzinnung von Stahl, Nickel- und Kupferoberflächen. Grund­sätzlich können mit diesem Verfahren auch bedingt Messingoberflächen verzinnt werden. Durch den hohen Korrosionsschutz der Zinnüberzüge ist das Verfahren auch für die Verzin­nung von Haushaltsartikel, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, geeignet.

Das Glanzzinnbad Dekatinn 19 kann sowohl in Trommel- als auch in Gestellanlagen einge­setzt werden.

Tinnilloy 2.0

Galvanisch abgeschiedenen Zinn-Nickel-Schichten weisen eine extreme hohe Kor­rosionsbe­ständigkeit auf, die nahezu an die Korrosionsbeständigkeit eines Edelme­talls heranreicht. Der Niederschlag ist (ähnlich den hochphosphorhaltigen chemisch Nickelschichten) eine zeitlang gegen konzentrierte Salpetersäure beständig. Daher sind Zinn-Nickel-Oberflächen bevorzugt in der Kon­takt- und Elektronikindustrie, aber auch im dekorativen Bereich einsetzbar. Die Schichtzusammensetzung der Tinnilloy 2.0-Schichten bleibt über einen bemer­kenswert brei­ten Stromdichtebereich konstant und weist einen Zinngehalt von 65% und einen Nickel­gehalt von 35% auf. Die Niederschläge sind leicht farblich, glän­zend und ähneln den Schich­ten aus dreiwertigen Chrombädern. Der Prozess weist eine sehr gute Streuung auf und arbeitet in ei­nem weiten analytischen Toleranzbe­reich, ist daher besonders betriebssicher und einfach; Trommel- und Gestellbetrieb sind beide möglich. Der Elektrolyt einhält keine aminhaltigen Komplexbildner!

Tinnilloy 2.0 kann auf den meisten Metallen direkt angewendet werden, insbesondere auf Kupfer, Messing und Bronze. Möglich sind auch Zinn, Nickel (galvanisch Nickel), Stahl und Gusseisen.

Nickel

Halbglanznickelbad Janus 4

Das Nickelbad Janus 4 eignet sich zur Abscheidung halbglänzender bis glänzender, eingeeb­neter Nickelniederschläge auf Eisen und Stahl, Kupfer und seinen Legierungen sowie nach entsprechen­der Vorbehandlung auch auf Zinkdruckguß. Die abgeschiedenen Nickelüberzüge sind duktil, weitestgehend spannungsfrei und besitzen einen äußerst geringen Schwefelgehalt.

Das Halbglanzbildnersystem garantiert dafür, daß die Nickelschicht gegenüber der nachfol­genden Glanznickelschicht eine genügend große Potentialdifferenz aufweist, um ein Höchst­maß an Korrosionsbeständigkeit zu erreichen.

Hochleistungs-Glanznickelverfahren Premium

Der Niederschlag aus diesem Elektrolyten zeichnet sich durch eine hohe Brillanz und durch ein sehr gutes Einebnungsvermögen aus. Aus diesen Gründen ist dieses Nickelbad insbeson­dere dafür geschaffen, geschliffenes Grundmaterial mit einem entsprechenden Finish zu ver­sehen.

Die stark einebnende Wirkung ist schon bei verhältnismäßig dünnen Schichten zu erkennen, so daß auch kompliziert geformte Werkstücke einen gleichmäßigen Glanz erhalten.

Die abgeschiedenen Niederschläge sind duktil und lassen eine Verformung der galvanisierten Teile zu.

In diesem Glanzzusatzsystem sind keine Substanzen enthalten, die eine irreversible Härte hervorrufen. Aus gleichem Grund wird auch kein Anstieg des Glanzzusatzverbrauchs stattfin­den. Überflüssige und turnusgemäße Verwerfungen kostspieligen Nickelelektrolytes sind die­sem Verfahren nicht bekannt.

Der Elektrolyt ist ausschließlich für die Gestellgalvanisierung geeignet.

Hochleistungs-Trommelglanznickelverfahren Rotoglanz 50-93

Der Niederschlag aus diesem Elektrolyten zeichnet sich durch eine hohe Brillanz und durch ein sehr gutes Einebnungsvermögen aus. Da die stark einebnende Wirkung schon bei verhält­nismäßig dünnen Schichten zu erkennen ist, ist der Elektrolyt in her­vorragendem Maße für die Trommel­galvanisierung geeignet.

Durch die ausgezeichnete Tiefenstreuung ist gewährleistet, dass auch kompliziert ge­formte, schüttbare Massenartikel einen gleichmäßigen Glanz erhalten.

Die abgeschie­denen Nieder­schläge sind duktil und lassen eine Verformung der galvanisierten Teile zu. In diesem Glanzbild­nersystem sind keine Substanzen enthalten, die eine irreversi­ble Härte hervorrufen. Aus diesem Grund wird auch kein Anstieg des Glanzverbrau­ches stattfin­den.

Anthrazit-Nickelbad Arranha (cyanidisch)

Der Großvaterelektrolyt des weitläufig als „Aranja“ vermarkteten Farbtyps!

Das Anthrazit-Nickelbad Arranha ist ein spezielles Verfahren zur Abscheidung dekorativer, dun­kel-anthrazitfarbiger Nickelschichten.

Diese Dekorativschichten werden aufgebracht auf Oberflächen aus Kupfer, Kupferlegierun­gen und Glanznickel.

Die erreichbare Schichtdicke ist sehr gering, daher sind Abrieb- und Korrosionsfestigkeit ohne zu­sätzliche Lackierung mit einem Klarlack normalerweise nicht ausreichend.

Das Verfahren ist für die Bearbeitung von Gestell- und Trommelware geeignet. Der Elektro­lyt, der gebrauchsfertig geliefert wird, arbeitet im schwachalkalischen Bereich und enthält stark kom­plexgebundenes Cyanid in geringer Konzentration.

Mattnickelverfahren und Nickel-Sulfamat führen wir ebenso im Repertoire. Gerne beraten wir Sie zu diesen Verfahren.

Chemisch-Nickel-Verfahren

Zinkatbeize Goyal

Bei dem neuartigen Goyal-Verfahren zur Zinkatbehandlung von Aluminiumbauteilen durch­laufen diese bis zu zwei Behandlungsstufen. In der ersten Stufe bildet die Zinkatbeize auf den meisten Aluminium-Legierungen einen haftfe­sten, dichten und sehr gleich­mäßigen Zinkfilm mit Schichtgewichten zwischen ca. 5 und 30 mg/dm². Der Zinkat­film ist speziell ausgerichtet auf die Anwendung des Goyal-Verfahrens zur chemi­schen Vernickelung von Aluminium bei maximaler Haftung der Nickel-Schichten. Eine einmalige Anwendung der Zinkatbeize Goyal reicht in der Regel aus. In Spezi­alfällen kann aber auch eine mehrfache Zinkatbeschichtung erfolgen bzw. notwendig sein.

In der optionalen zweiten Stufe, Conditioner Goyal, wird die zuvor in der Zinkatbeize Goyal er­zeugte Zink­schicht so konditioniert, dass beim chemischen Vernickeln der Teile das chemi­sche Nickelbad nicht mit Zink verunreinigt wird.

Die Zinkatbeize Goyal ist cyanidfrei; der Conditioner Goyal enthält keine Nitrate oder Kom­plexbildner.

Enigma 9

Das chemische Nickelbad Enigma 9 scheidet durch chemische Reduktion sehr ho­mogene Nickel-Phosphor-Schichten mit einer guten Korrosionsbeständigkeit und sehr gutem Glanz ab. Der Phosphorgehalt der Nickel-Phosphorschichten liegt je nach Ar­beitsbedingung bei 8 – 11 % Phosphor. Die Geschwindigkeit des Bades liegt bei 12 bis 20 µ/h.

Dieses neue Enigma-Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Stabilität, eine sehr gute pH-Pufferkapazität und relativ hohe Abweichungstoleranzen aus.

Es ist frei von Blei, Cadmium und Ammonium und entspricht den derzeit gültigen An­forde­rungen der EU-Altautoverordnung, der ROHS-Richtlinie und der WEEE (Waste Eletrical and Electronic Equipment).

Enigma 12

Das chemische Nickelbad Enigma 12 ist das High-Phos-Pendant zu Enigma 9. Gängige Nor­men und Verordnungen können auch von diesem Verfahren erfüllt werden.

Novum: Durch ein besonderes Additiv kann dieser Elektrolyt auf die Mid-Phos-Variante Enigma 9 umgestellt werden. So kann dieser Elektrolyt umweltschonend einige MTOs weiter betrieben werden, nachdem die beste High-Phos-Phase ausgearbeitet wurde.

Chromverfahren, VI-wertig

Glanzchrombad Dekachrom 200

Das Glanzchrombad Dekachrom 200 ist ein moderner Hochleistungselektrolyt, der es gestat­tet, mit niedrigen Chromsäuregehalten hochglänzende Chrom­niederschläge mit hervorragen­der Glanztiefenstreuung abzuscheiden.

Hartchromverfahren Cygnus 27

Das Hartchrombad Cygnus 27 gehört zum Typ der fluoridfreien, schnell abscheiden­den Hart­chromelektrolyte. Der Elektrolyt Cygnus 27 ist sowohl für Bleianoden, als auch für platinierte Titanano­den geeignet.

Durch die Fluoridfreiheit wird der Ätzangriff auf das Grundmaterial minimiert. Gute Metall­verteilung, optimale Deckfähigkeit und große Abscheidungsgeschwindig­keit bei einfacher Handhabung und maximaler Prozesssicherheit zeichnen das Ver­fahren aus.

Die abgeschiedenen mikrorissigen Hartchromschichten sind sehr verschleißbeständig und haben eine Härte von mindestens 1.000 HV 0,1.

Schwarzchrombad Mimas

Mit dem Schwarzchrombad Mimas können sowohl dekorative als auch technische Schwarz­chromschichten abgeschieden werden. Für dekorative Zwecke werden die Teile vorher glanz­vernickelt. Bei technischer Schwarzverchromung (z.B. in der Solartechnik) können als Un­tergrund auch Stahl, Messing, Kupfer oder satin-matt vernickelte Teile verwendet werden. Gerade bei letzterem lassen sich Absorptionswerte von bis zu 0.95 mit sehr niedrigen thermi­schen Emissionswerten bei Temperaturen bis zu 400 oC erreichen.

Der besondere Vorzug liegt in der Anwendung niedriger Stromdichten bei sehr guter Metall­tiefenstreuung.

Die erzielten Schichten sind im trockenen Zustand zunächst amorph. Nach einer geeigneten Nachtauchung werden die Schichten tiefschwarz, hochglänzend und abriebfest.

Zinkverfahren

Cyanidisches Glanzzinkverfahren ACZ 54 HT

Das Glanzzinkbad ACZ 54 HT ist ein alkalisches, niedrig- bis mittel-cyanidisches Bad zur Ab­scheidung hochglänzender Zinkniederschläge. Die Zinkniederschläge sind duk­til, gleich­mäßig und zeichnen sich besonders durch eine hervorragende Tiefenstreu­ung und Metallver­teilung aus. We­gen der Wirksamkeit in einem weiten Stromdichte­bereich eignet sich das Bad sowohl für Gestell- als auch für Trommelware.

Die mit diesem Bad abgeschiedenen Zinkschichten sind ausgezeich­net in jedem Farbton pas­sivier- oder chromatierbar.

Alkalisch-cyanfreies Glanzzinkbad CF 912

Das Glanzzinkbad CF 912 ist ein alkalisches, cyanidfreies Verfahren, welches spannungs­freie, duktile Zinkschichten erzeugt. Das Zusatzsystem ist gut geeignet für eine sehr enge Be­hängung der Gestelle.

Aufgrund seiner neuartigen Konzeption verfügt das alkalisch-cyanfreie Glanzzinkverfahren CF 912 über eine gute Glanzbildung, eine hervorragende Metallverteilung und hat einen ex­trem weiten Bereich, in dem der Zinkgehalt variieren kann. Es können deutlich höhere Strom­dichten gefahren werden als bei bisherigen Systemen.

Dadurch ergibt sich eine universelle Anwendbarkeit für Gestell- und Trommelgalvanisierung.

Die Zusätze enthalten keinerlei Komplexbildner.

Saures Glanzzinkbad Quasar 3000

Das Glanzzinkbad Quasar 3000 ist ein schwachsaurer, ammonium- und alkoholfreier Elek­trolyt. Aufgrund der Konzeption der Zusätze kann das Bad bei sehr niedrigen Zinkgehalten betrieben werden. Dadurch ergibt sich bei hohen Leitsalzgehalten eine bisher kaum erreich­bare, gleichmäßige und hervorragende Metall­verteilung.

Das Verfahren eignet sich auch zur Verzinkung von Gußteilen (Temperguß). Es ist für den Trommel- und Gestellbetrieb gleichermaßen geeignet

Das Glanzzinkbad Quasar 3000 ist sehr einfach zu kontrollieren und zu warten; für den lau­fenden Betrieb wird in der Regel nur ein Glanzzusatz benötigt.

Die aus diesem Elektrolyten erzeugten Zinkschichten können mit allen DMK-Zink-Nachbe­handlungen behandelt werden.

Zinklegierungsverfahren, alkalisch wie sauer, Gestell wie Trommel, nebst zugehörender Passivierungen führen wir ebenso im Repertoire. Gerne beraten wir Sie zu diesen Verfahren.

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